

Julia von Thienen studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin und promovierte im Bereich Forschungsmethodik zum Thema Kausalität. Sie lehrte Wissenschaftstheorie an der Freien Universität Berlin und der University of Chicago. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Schnittstelle zwischen Psychologie und Neurowissenschaft, an der unterschiedliche Kausalbegriffe und differierende Zielstellungen der Forschungsmethodik den Aufbau gemeinsamer Wissensbestände zu einer besonderen Herausforderung machen. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist an die Frage gebunden, wie im Bereich der Forschungsmethodik Innovationen sinnvoll vorangebracht werden können. In diesem Zusammenhang entwickelt Julia von Thienen u. a. Analyseschemata, um Inkonsistenzen und Probleme methodischer Ansätze auf schnellem Wege kenntlich zu machen. Methodische Innovationen können dann unmittelbar darauf abzielen, die erkannten Probleme zu lösen.
Seit 2008 ist Julia von Thienen im Rahmen des Design Thinking Research Program für das Hasso Plattner Institut Potsdam tätig, wo sie Forschungstätigkeiten in methodischer Hinsicht begleitet. Inhaltlich forscht sie derzeit an der Frage, wie unterschiedliche Raumgestaltungen das Empfinden und Verhalten von Personen beeinflussen.
Projekt:
e.valuate: Evaluation of supportive instrument usage for interdisciplinary team processes

