Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik
Zahlen und Fakten

Zahlen und Fakten

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik in Potsdam ist Deutschlands einziges vollständig privat finanziertes Uni-Institut und damit Musterbeispiel für eine erfolgreiche Public-Private-Partnership. Gegründet wurde das Institut 1998.

Stifter ist Deutschlands wohl bedeutendster privater Wissenschaftsförderer: Prof. Dr. h.c. Hasso Plattner (SAP-Mitgründer und-Aufsichtsratsvorsitzender). Er schuf die gemeinnützige "Hasso-Plattner-Stiftung für Softwaresystemtechnik", Trägerin und alleinige Gesellschafterin des Instituts. Es hat die Rechtsform einer GmbH. Plattner finanziert Deutschlands Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering komplett.

Sein Engagement in Potsdam erweiterte Plattner 2005 durch die Einrichtung eines Wagniskapitalfonds für IT-Firmengründer: Hasso Plattner Ventures. 2008 wurde das Kapital aufgestockt und eine südafrikanische Fonds-Tochter gegründet.

2005 machte Plattner die Eröffnung eines Hasso Plattner Institute of Design (auch bekannt als "d.school") an der US-Elite-Uni Stanford möglich. Gelehrt wird hier "Design Thinking" im Sinne von erfinderischem Entwickeln in multidisziplinären Teams. Eine entsprechende "School of Design Thinking" schuf Plattner 2007 auch am HPI in Potsdam - Europas erste Innovationsschule für Studenten aller Fachrichtungen. Im November 2008 starteten das HPI und die Stanford University ein gemeinsames Programm zur Innovationsforschung.

Anfang 2009 wurde die HPI Academy ins Leben gerufen. Sie widmet sich der Weiterbildung von Führungskräften (Executive Education).

Der praxisorientierte Studiengang

Das Hasso-Plattner-Institut hat den Lehrbetrieb im Wintersemester 1999/2000 aufgenommen. Es bietet den deutschlandweit einzigartigen Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an. Er vermittelt die Fähigkeit zu Konzeption, Entwurf und Einsatz großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Der Studiengang wendet sich an hoch talentierte junge Leute, die ein innovatives, praxisnahes und universitäres Informatikstudium machen wollen.

Besonderheiten sind die ingenieurwissenschaftliche Orientierung, die Ausbildung von Soft Skills und der frühe, intensive Einbezug von industriellen Praxis-Projekten ins Studium. Das HPI macht es zudem über eine neuartige Tele-Teaching-Technik "tele-TASK" jedem Internet-Nutzer möglich, Uni-Vorlesungen und andere Vortragsveranstaltungen live und online bzw. "on demand" mitzuverfolgen - das ist praktisch ein elektronisches Fernstudium für jedermann. Zugänglich sind die aufgezeichneten Inhalte nicht nur über die eigene Plattform tele-TASK, sondern auch über Apples iTunes U.

Das ausgezeichnete Engagement

Die Studenten genießen am Hasso-Plattner-Institut Vorteile einer Ausstattung und Betreuung, wie sie sonst nur eine private Ausbildung bieten kann. Studiengebühren werden jedoch nicht erhoben. Gut ein Dutzend Professoren und über 50 weitere Dozenten, Gastprofessoren und Lehrbeauftragte bilden derzeit 460 Studenten auf dem Campus Griebnitzsee aus - die Betreuung ist also hervorragend. 2010 wurde das neue Hauptgebäude fertig gestellt. In ihm haben neben einem Spitzenforschungslabor für Hochleistungsrechenverfahren auch Arbeitsräume für Wissenschaftler, zusätzliche Seminar- und Übungsräume für Studierende sowie erweiterte Arbeitsflächen für die HPI School of Design Thinking Platz gefunden.

Laut der jüngsten Rankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) gehört das Hasso-Plattner-Institut zur Spitzengruppe der vier Universitätseinrichtungen, die im deutschsprachigen Raum die besten Informatikstudiengänge anbieten.

Das HPI wurde ab 2006 dreimal in Folge "Ausgewählter Ort" der Innovations-Kampagne "Deutschland - Land der Ideen".

Die zehn Fachgebiete

Zurzeit gibt es am HPI die folgenden Fachgebiete:

Die exzellente Forschung

Im Oktober 2005 nahm am Hasso-Plattner-Institut eine "Research School" mit zurzeit mehr als 50 jungen Nachwuchs-Spitzenforschern (Doktoranden und Postdocs) ihre Tätigkeit auf - ein vom Stifter finanziertes Graduiertenkolleg. Es widmet sich dem Thema "Service-Oriented Systems Engineering". Außerdem unterhält die HPI Research School Forschungsaußenstellen am Technion in Haifa (Israel), an der University of Cape Town (Südafrika) und an der Nanjing University (China).

In Kooperation mit Industriepartnern eröffnete das HPI im Juni 2010 ein weltweit bedeutendes Computer-Forschungslabor: Das "HPI Future SOC Lab" ist ein mit modernsten Hochleistungs-Rechnern ausgestattetes Spitzenforschungslabor der Informatik.

Besonders eng arbeitet das Hasso-Plattner-Institut mit renommierten wissenschaftlichen Partnern zusammen, zum Beispiel mit der Stanford University in den USA, mit der TU Peking und mit verschiedenen Universitäten in Europa. Viele namhafte große Unternehmen und Einrichtungen wie Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Charité, Deutsche Telekom, IBM, Metro Group, Microsoft, SAP und andere kooperieren mit dem HPI.

Die qualifizierten Absolventen

Die Absolventen (mittlerweile gut 630 Bachelor of Science, 250 Master of Science, knapp 50 abgeschlossene Promotionen sowie eine Habilitation) sind gut ausgebildet für einen späteren Einsatz als Nachwuchsführungskraft in der IT-Branche z.B. als Chief Information Officer, Projektleiter der Software-Architekt.

Von Absolventen des Hasso-Plattner-Instituts sind bereits mehrere Firmen gegründet worden: zum Beispiel die d-labs GmbH, die mittlerweile im Autodesk-Konzern aufgegangene 3D Geo GmbH, die Signavio GmbH und die ARCWAY AG. Sie bieten Produkte und Dienstleistungen rund um IT-Design, Computergrafik, Prototyping von Webseiten und Softwarearchitektur.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut GmbH

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - ein praxisnahes und ingenieurwissenschaftlich orientiertes Informatik-Studium, das von derzeit 460 Studenten genutzt wird. Insgesamt sind am HPI zehn Professoren und über 50 weitere Dozenten, Gastprofessoren und Lehrbeauftragte tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das HPI gehört laut der jüngsten Rankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zur Spitzengruppe der vier Universitätseinrichtungen, die im deutschsprachigen Raum die besten Informatikstudiengänge anbieten. Mit https://openhpi.de bietet das Institut ab September 2012 zudem ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.