
"Das Nachdenken über Systeme und ihre Komplexität und darüber, wie wir diese organisieren, ist ein elementarer Bestandteil von Lehre und Forschung in diesem Institut. Das beeindruckt mich sehr." Vinton G. Cerf, Google
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HPI Alumni Homecoming Event 2012
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Vom 14. bis zum 15. Juni 2012 findet das siebte Future SOC Symposium statt.
Zertifikatsverleihung HPI-Schülerkolleg 2011/12
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Peer-to-Peer und Selbstorganisation
tele-TASK-Aufzeichnung des Vortrags
Peer-to-Peer-Anwendungen wie Skype oder Bittorrent haben sich in den letzten Jahren sehr weit verbreitet. Im Gegensatz zu typischen Client-Server-Architekturen erbringen dabei die Endgeräte einen wesentlichen Teil des jeweiligen Dienstes. Im Prinzip lassen sich damit völlig dezentrale verteilte Systeme aufbauen. Weil jedes Endgerät gleichsam die von ihm benötigten Ressourcen selbst beisteuert, skalieren solche Systeme sehr gut. Meist sind Peer-to-Peer-Systeme überdies auch sehr robust, da kein "Single-Point-Of-Failure" entsteht.
Bei diesen völlig dezentralen Systemen werden alle beteiligten Instanzen als zunächst gleichartig aufgefasst. Selbstorganisation sorgt dann dafür, dass diese Instanzen ggf. verschiedene Rollen annehmen. So kann beispielsweise die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Rechner im Peer-to-Peer-System berücksichtigt werden.
Dieser Vortrag erläutert das Prinzip der Selbstorganisation an zwei Beispielen, der Ermittlung von Extremwerten in Sensornetzen und einem Wegewahlprotokoll für Sensor-Aktor-Netze. Dieses Wegewahlprotokoll basiert auf dem vom Peer-to-Peer-System "Chord" bekannten Ansatz eines virtuellen Rings, überträgt diesen aber auf eine ganz andere Aufgabenstellung, nämlich auf die spontane Vernetzung von ressourcenbeschränkten und evtl. auch mobilen Geräten zu Ad-Hoc-Netzwerken. Im Vortrag wird aufgezeigt, wie dieses Wegewahlverfahren als effiziente Grundlage für völlig dezentrale Dienste dienen kann, insbesondere beim allgegenwärtigen Rechnen.
In einem kurzen Ausblick wird außerdem dargestellt, wie diese Arbeiten andere aktuelle Forschungsarbeiten der Arbeitsgruppe im Bereich der verteilten Systeme ergänzen, beispielsweise Arbeiten zur Datenverteilung im Grid-Computing oder auf dem Gebiet der so genannten "Ambient Intelligence", bei der sich eingebettete Systeme selbstorganisiert vernetzen, um gemeinsam verteilte Anwendungen auszuführen.
Gastgeber: Prof. Dr. Christoph Meinel
Referent: Prof. Dr. Thomas Fuhrmann
Technische Universität München
Institut für Informatik
Sprache: Deutsch
Ort: HS 1
Datum: Donnerstag, 6. Dezember 2007
Zeit: 16:00

