
"Besonders durch zahlreiche Projekte mit Partnern aus der Industrie empfand ich das Studium am HPI als sehr spannend und abwechslungsreich." Anja Bog, Doktorandin am HPI
Future SOC Symposium 2013
Vom 20. bis 21. Juni findet das Future SOC Symposium 2013 zum Thema "Service-oriented Computing"...
Soft-Skills-Kolloquium: Respekt!
Am 24. Juni referiert René Borbonus über die Bedeutung von Respekt und Tugend.
Call for Papers: "Operating the Cloud"
Bis 30. Juni können wissenschaftliche Artikel und Erfahrungsberichte eingereicht werden.
HPI Alumni Homecoming Event 2013
Das HPI lädt alle seine Ehemaligen herzlich zum Wiedersehen in Potsdam ein.
HPI-Sommercamp 2013: jetzt bewerben!
Vom 5. bis 9. August können Schülerinnen und Schüler am HPI eine eigene Handy-App programmieren.
Stifter Hasso Plattner

"Dieses Institut hier in Potsdam ist mein Beitrag, um eine Ausbildung zu bieten für Studenten, die dann vielleicht anschließend etwas bewegen."
Hasso Plattner im StiftungsReport 2007. Lesen Sie hier das gesamte Gespräch (pdf).
Prof. Hasso Plattner: Verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft
Prof. Hasso Plattner (Jahrgang 1944) verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft schon seit Jahrzehnten erfolgreich. Seine Leistung als Unternehmensgründer der SAP AG mit Ihren heute weltweit über 60.000 Mitarbeitern und sein gesellschaftliches Engagement ist ebenso ungewöhnlich wie herausragend und wurde vielfach ausgezeichnet – zuletzt 2012 in den USA mit dem Global Benefactor Award des Churchill Clubs.
Der gebürtige Berliner hatte Nachrichtentechnik an der Universität Karlsruhe studiert und sein Studium als Diplom-Ingenieur abgeschlossen. 1990 ernannte die Universität Saarbrücken Hasso Plattner zum Ehrendoktor. Vier Jahre später wurde er dort Honorarprofessor für Wirtschaftsinformatik. Die Würde eines Ehrensenators verlieh ihm die Universität des Saarlandes 1998. Er ist Mitglied im Kuratorium der Stanford Universität und seit 2002 ist Plattner Ehrendoktor und seit 2004 Honorarprofessor der Universität Potsdam.
Die Landeshauptstadt von Brandenburg sei für ihn „der ideale Standort für zukunftsorientierte Forschung und Lehre, wobei die havelländische Land-schaft und das historische Erbe eine besondere Anziehungskraft ausüben“, sagte der SAP-Mitgründer und damalige Vorstandssprecher, als er im Sommer 1998 die Stiftung eines Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI) ankündigte. Plattner finanziert das HPI seitdem nicht nur, sondern er engagiert sich dort auch als Leiter des Fachgebiets „Enterprise Platform and Integration Concepts“ in Forschung und Lehre. Auf seine Initiative geht die Entwicklung zahlreicher bahnbrechender Innovationen zurück. Neuestes Beispiel sind die von ihm betreuten HPI-Forschungen zum In-Memory Data Management. Sie führten beim Softwarekonzern SAP zu dem Produkt HANA. Die Technologie wurde 2012 sowohl mit dem Deutschen Innovationspreis als auch mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet.
Dem engagierten Mäzen und Stifter Plattner liegt die Förderung von zukunftsorientierter Forschung, Innovationsfähigkeit und Unternehmergeist besonders am Herzen. So wurde an seinem Potsdamer Institut 2005 die HPI Research School gegründet, in interdisziplinäres Doktorandenprogramm, das inzwischen „Filialen“ an der Cape Town Universität in Südafrika, am Technion in Israel und an der Nanjing Universität in China hat. Fünf Jahre später wurde das Spitzenforschungslabor HPI Future SOC Lab eingerichtet.
2007 erweiterte er das Institut um eine "HPI School of Design Thinking". Seitdem können dort höhere Semester aller Fachbereiche in multidisziplinär zusammengesetzten Teams das erfinderische Entwickeln innovativer Produkte und Dienstleistungen für alle Lebensbereiche lernen. Es existiert mittlerweile auch ein gemeinsames Design Thinking-Forschungsprogramm mit der US-Elite-Universität Stanford. Dort hatte Plattner bereits 2005 mit einer Spende die Eröffnung eines „Hasso Plattner Institute of Design“ an der US-Elite-Uni Stanford möglich gemacht.
Ebenfalls 2005 hatte Plattner sein Engagement in Potsdam durch die Einrichtung eines Inkubators und Wagniskapitalfonds für junge IT-Firmengründer („Hasso Plattner Ventures“) erweitert. Drei Jahre später gründete er zusammen mit dem Unternehmenspartner MAN Ferrostaal den zusätzlichen Wagniskapitalfonds „Hasso Plattner Ventures Africa“, der von Kapstadt aus operiert. Im Frühjahr 2011 gab der SAP-Mitgründer und –Aufsichtsratsvorsitzende die Einrichtung des ersten Innovationszentrums des Konzerns in Potsdam bekannt. Das SAP Innovation Center wird auch eng mit dem HPI zusammenarbeiten.
2012 sorgte Plattner für eine Bildungs-Innovation, in dem er am Potsdamer HPI ein neuartiges soziales Lernnetzwerk an den Start brachte: Über die Internet-Bildungsplattform www.openhpi.de können Interessenten aus aller Welt an offenen, kostenlosen Online-Kursen des Hasso-Plattner-Instituts zur Informationstechnologie teilnehmen.
Ein Stifter - zwei Stiftungen
Neben der gemeinnützigen Hasso-Plattner-Stiftung für Softwaresystem-technik als Trägerin und alleinige Gesellschafterin der Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH hat Hasso Plattner noch die ebenfalls als gemeinnützig anerkannte Hasso Plattner Förderstiftung gGmbH geschaffen. Ihr Engagement geht über die Wissenschaft weit hinaus. So wurden zum Beispiel der University of Cape Town und der University of KwaZulu-Natal Mittel für medizinische Grundlagenforschung in Bezug auf AIDS/HIV sowie zur Förderung der Gesundheitsfürsorge und Gesundheitserziehung im Rahmen des sogenannten Isisombululo-Projektes zur Verfügung gestellt. Die Tätigkeit der Nelson Mandela Foundation im Bereich der Aufklärung über AIDS/HIV und Prävention wurde ebenfalls unterstützt. Ferner ließ der Stifter ein Charity-Konzert veranstalten, dessen Erlöse wiederum der Nelson Mandela Foundation zugutekamen. Außerdem unterstützt die Hasso Plattner Förderstiftung gGmbH in Südafrika Projekte, die insbesondere unterprivilegierten Kindern und Jugendlichen zugute kommen – beispielsweise in den Bereichen Erziehung und Bildung, Betreuung und Sport.
Nennenswert ist darüber hinaus zum Beispiel auch das Engagement der Förderstiftung in den Bereichen Kultur und Denkmalschutz. So ermöglicht sie es, beim Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses dem Gebäude die historische Fassade zu geben. In den Neubau soll der Landtag einziehen.
2012 kündigte Plattner an, in Potsdam eine Kunsthalle bauen zu wollen. In ihr soll vor allem DDR-Kunst gezeigt werden.
Frühere Ehrungen
Abschließend eine Übersicht über frühere Ehrungen: 2010 erhielt Plattner in Berlin den AmCham Transatlantic Partnership Award. 2007 verlieh ihm die brandenburgische Landesregierung den Verdienstorden des Landes. Das US-Magazin "Time" wählte Plattner 2006 zu einem der „Helden“ der letzten 60 Jahre. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften zeichnete den gebürtigen Berliner 2005 mit der Leibniz-Medaille aus. Im gleichen Jahr ernannte die populärwissenschaftliche Zeitschrift P.M. Plattner zum Innovationsförderer des Jahres. 2001 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im selben Jahr platzierte ihn das Time Magazine Europe auf Rang 1 der Liste der bedeutendsten und einflussreichsten IT-Persönlichkeiten. 1998 nahm das Manager Magazin den mit dem angesehenen „Information Technology Leadership Award for Global Integration“ ausgezeichneten Technologie-Experten in ihre „Hall of Fame“ auf.

